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  • Neuerscheinung


    Unikatauflage
    in
    Manufaktur:


    Papier Fibel

    Papier-Fibel

    Papiere der Welt

    Ein Streifzug
    durch die
    faszinierende Welt
    des Papiers



    Zwei Bände
    mit 650 Papiermustern.

    In handgefertigter Bücherkassettte.

    >> Lesen Sie hier die Geschichte zum Buch

    Manufakturausgabe
    in 50 nummerierten Exemplaren



  • Die Geschichte zum Buch


    Die Geschichte zum BuchMitunter ergeben sich Buchprojekte auch völlig ungeplant. Durch irgendein faszinierendes Detail angestoßen, verselbständigt sich eine anfänglich nur fixe Idee und wandelt sich dann mit der Zeit zu einem vielschichtig ausgearbeiteten Buchkonzept. So auch hier.
    Fasziniert von Naturpapieren aus Indien, Indochina und Ostasien sammelte der Autor diese bereits seit vielen Jahren und verwendete sie für gestalterische Arbeiten im Wohnbereich, für Bucheinbände und Verpackungen. Später wurde die Sammlung um einfache Recyclingpapiere erweiterte und ging zur systematischen Suche nach fasermelierten und natürlich gesprenkelten Maschinenpapieren sowie handgeschöpften Büttenpapieren über. Schließlich wurden die Recherchen auf jede Form von Papier ausgeweitet und Reisen nach Amerika und Ostasien unternommen, um dort noch letzte spezielle Papiere direkt vor Ort aufzuspüren. Entstanden ist so im Laufe von vier Jahren eine Bestandsaufnahme der verfügbaren Papiersorten aller fünf Kontinente.

    Zahlreiche Büttenpapiere wurden von internationalen Papiermachern eigens für diese Buchausgabe geschöpft, darunter manche erstmalig als Unikatpapier. So finden sich Muster aus Spargel-, Distelhaar- und Brennnesselfasern, Tierdung, Algen und Weintrester bis hin zu Experimenten mit elektrisch leitfähigem Carbonpapier. International nicht gehandelte und deshalb nur vor Ort erhältliche Sorten bildeten in der Beschaffung die größte Herausforderung, so die zur Herstellung von Blattgold verwendeten Goldschlägerpapiere aus Myanmar, das noch von letzten Papiermachern am Rand der Wüste Takla Makan in Zentralasien im archaischen Eingießverfahren hergestellte Sang-Papier oder das aus einer seltenen Unterfamilie der Seidelbastgewächse geschöpfte Dongba-Papier, welches nur noch vereinzelt im südwestlichen China an der Grenze zu Tibet für rituelle Zwecke der Naxi-Schamanen zu finden ist.

    Um die besonderen Eigenschaften bestimmter Papiere anschaulich aufzeigen zu können, sind für den Leser mehrfach entnehmbare Probestücke zum eigenen Ausprobieren beigefügt. Eingeleitet und beschlossen wird die Papiermustersammlung durch Beispiele historischer Schriftträger und den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der papierähnlichen synthetischen Materialien.

    Die Welt des Papiers erschließt sich nicht nur durch das Eintauchen in seine kulturelle Geschichte und technischen Herstellungsverfahren, sondern ebenso durch den unmittelbaren Kontakt – was uns durch die Finger gleitet, das berührt uns auch im übertragenen Sinne. Die zusammengestellte Sammlung soll somit auch Griff-Muster sein, soll die faszinierende Vielfalt von Papier fühlbar machen und dabei die Kreativität der Papiermacher würdigen: Mit dem ganzen Spektrum von dem noch traditionell aus der Bütte heraus handgeschöpften Bogen bis hin zum aufwändig weiterverarbeiteten industriellen Hightech-Produkt.